Wir sagen Danke:
Denkmalschutzpreis 2007
„Der Hessische Minister für Wissenschaft und Kunst, Udo Corts, hat heute in Rüdesheim gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Lotterie-Treuhandgesellschaft mbH Hessen, Dr. Heinz-Georg Sundermann, die Gewinner des Hessischen Denkmalschutzpreises 2007 ausgezeichnet. Die Jury wählte in diesem Jahr zehn Preisträger aus: Privatpersonen, bürgerschaftliche Initiativen und Gruppen sowie die Städte Bad Arolsen, Bad Karlshafen und Großalmerode sowie den Landeswohlfahrtsverband. Fünf Preisträger wurden für ihre außerordentlichen Verdienste mit Urkunden geehrt, darunter der Förderverein der Landsynagoge Heubach e.V. für die Restaurierung der ehemaligen Landsynagoge in Heubach (Landkreis Fulda). Die 1843 gebaute ehemalige Synagoge in Kalbach-Heubach stand jahrelang leer, bevor sie von 2003 bis 2006 saniert wurde, um hier eine kulturelle Begegnungsstätte einzurichten. An dem Projekt hat sich der „Förderverein der Landsynagoge Heubach e.V.” mit seiner Vorsitzenden, Pfarrerin Johanna Rau, mit beispielhaftem Engagement beteiligt.“ (Pressemitteilung des Hess. Wissenschaftsministeriums)
Bei der Verleihung des Preises in Wiesbaden war der gesamte Vereinsvorstand dabei. Von links: Karen Reitz-Koncebovski, Prof. Dr. Gerd Weiß, Dr. Heinz-Georg Sundermann, Falko Lehmann, Pfarrerin Johanna Rau, Dipl. Ing. Uli Thümmler, Bernd Becker, Architekt Jürgen Krieg, Bürgermeister Karl-Heinz Kaib, Heike Vögler, Erster Beigeordneter Stefan Burkard, Brigitte Fehl und Hans Reith.
German Jewish History Award in 2008
Johanna Rau wird im Januar 2008 in Berlins Abgeordnetenhaus mit dem „Obermayer Award“ ausgezeichnet. In diesem Jahr erhalten sechs Deutsche den renommierten German Jewish History Award der Obermayer Foundation. Sie bekommen diese Auszeichnung für Ihre Arbeit zur Bewahrung der jüdischen Kultur in Deutschland. Das Ansinnen der Obermayer Foundation ist es, dass mit dem Preis deutsche Bürger geehrt werden, die in ihren Heimatorten einen Beitrag zur Bewahrung des Gedenkens an jüdische Vergangenheit geleistet haben. Voraussetzung für die Würdigung ist es, dass die Preisträger von Juden vorgeschlagen werden.
…und alles begann mit Bernhard Adler
Die Geschichte zum „German Jewish History Award“ der Obermayer Foundation.
Mit gerade einmal 14 Jahren verließ Bernhard Adler im Jahr 1880 Heubach. Per Schiff ging es in die USA. Das Ziel: Kansas City. Er arbeitete im Putzmacher-Geschäft eines dort lebenden Onkels und war danach eine Zeit lang als Vertreter in der Branche tätig. Dann gründete er sein eigenes Putzmacher-Geschäft, das in weitem Umkreis bald die erste Adresse war, wenn es um die Hüte der Damenwelt ging. 1892 wird der Mann aus Heubach amerikanischer Staatsbürger. Seine Tochter Berenice heiratet einen Mann namens Krakauer, mit dem sie den Sohn Kenneth Krakauer hat. Der wiederum ist der Vater von Ann Randall Krakauer-Kelley.
Mit Randee Krakauer kam Johanna Rau in Kontakt, als sie nach Nachfahren von Heubacher Juden forschte. Weil die in Las Vegas lebende Randee Krakauer so beeindruckt von Raus Aktivitäten war, schlug sie die Heubacher Pfarrerin als Preisträgerin für den „Obermayer Award“ vor.
Als die Auszeichnung im Januar 2008 in Berlin übergeben wurde, trafen sich die beiden Frauen erstmals. Klar, dass nach der Feier in Berlin auch ein Besuch in Heubach angesagt war.
> zum Zeitungsartikel 18/02/2008 Des Urgroßvaters Kindheit fühlen































